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Mitgestaltung des Gottesdienstes

 

18.05.2019:
Konzert in der Kulturhalle Wallmerod

 

 

 

Pressestimmen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Chronik

Der Kath. Kirchenchor "Cäcilia" Salz zählt zu den ältesten Kirchenchören des Bistums Limburg. Das Gründungsdatum des Salzer Kirchenchores konnte bisher leider nicht festgestellt werden. Die ersten Hinweise auf den Chorgesang stammen aus den Jahren 1731 / 1736  und 1739. Aus den Unterlagen ist zu entnehmen, dass in diesen Jahren Chorsänger für Auftritte durch Weinspenden des Grafen von Walderdorff und der Pfarrgemeinde belohnt wurden.

Seit 1815 wurde der Chor unter den verschiedensten Bezeichnungen in den Kirchenbüchern geführt. Die Bezeichnung lauteten: „Mannschor und Jungfernchor“, „Singchor“, „Gesangverein“, „Manns- und Weibschor“, „Chorsänger“ und „Kirchenchor“. Die seit 1830 gebräuchliche Bezeichnung „Chorsänger“ war noch bei der Übernahme des Chores durch den Lehrer Friedrich Teusen im Jahre 1909 gebräuchlich. Es ist anzunehmen, dass sich die Zusammensetzung des Chores im Laufe der Zeit mehrmals geändert hat.

Dass dieser Chor hauptsächlich für den Kirchengesang da war, geht aus den Kirchenrechnerbüchern des Pfarrarchivs hervor, u.a. wird die regelmäßige Besoldung des Chorleiters ab 1820 mit jährlich 11 Gulden angegeben.

Die Festschreibung der ersten Statuten des Chores erfolgte am 14.02.1913. Bemerkenswert ist, dass zeitweise ein Männerchor „Eintracht“ existierte, dessen Gründung im Dezember 1928 erfolgte. Die Statuten gab sich dieser Chor im Januar 1929. Auf einer Versammlung am 15.12.1930 vereinigte sich MGV „Eintracht“ und Kirchenchor „Cäcilia“ wieder.

Während des zweiten Weltkrieges musste der Kirchenchor seine Aktivitäten vollständig einstellen. Nach Kriegsende, im Januar 1946, nahm der Chor seine Arbeit wieder auf. Bei der Übernahme des Kirchenchores durch Herrn Hubert Teusen im Jahre 1948 zählte der Kirchenchor 62 Aktive, wovon zeitweise bis zu 18 Sängerinnen und Sänger aus Girkenroth regelmäßig an Proben und Auftritten teilnahmen.

Die Fünfziger und frühen Sechziger Jahre stellten den Chor vor die Existenzfrage. Pfarrer Pascher erlaubte in den Frauenstimmen nur Sängerinnen, die unverheiratet und Mitglied im Marienverein waren. In diesen Jahren schrumpfte die Zahl der Aktiven des Kirchenchores auf unter 25. Erst Mitte der sechziger Jahre wurde diese Einschränkung aufgehoben.

Da die früheren Chorleiter allesamt Lehrer an der Salzer Volksschule bzw. Hauptschule waren, fiel es ihnen aufgrund ihrer Autorität nicht schwer, zum Teil ganze Jahrgänge als Nachwuchs für den Kirchenchor zu gewinnen. 1968 gründete Hubert Teusen die Kinderschola in Salz und leitete sie bis 1993. Aus ihr konnte er hin und wieder junge Talente für eine aktive Tätigkeit im Kirchenchor überzeugen. 1985 zählte der Chor 54 Sängerinnen und Sänger. In den folgenden Jahren bis 1991 schrumpfte die Zahl der Aktiven wieder auf 45.

 

1991 erhielt der Chor die „Palestrina-Medaille“. Sie kann an Kirchenchöre verliehen werden, wenn sie eine kirchenmusikalische Tätigkeit von mindestens 100 Jahren nachweisen können.

Ein Jahr später, am 5. Juli 1992 wurde dem Chor auf Empfehlung der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Chorverbände und aus Anlass seines 260-jährigen Bestehens die Zelter-Plakette verliehen. Hierbei handelt es sich um eine staatliche Auszeichnung für Chöre, die mindestens 100 Jahre ununterbrochen musikalisch tätig sind. Darüber hinaus müssen weitere, bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein.

Mit dem heutigen Chorleiter Thomas Dasbach, damals 20 Jahre jung, übernahm im Januar 1992 erstmals kein Lehrer die Leitung des Kirchenchores. Aus beruflichen Gründen konnte der neue Chorleiter die Kinderschola nicht mehr weiterführen, so dass der Kirchenchor -wie viele andere Chöre- bald mit Nachwuchsmangel zu kämpfen hatte.

Mit der ersten großen Mitgliederwerbung im August 1995 gelang es, 12 neue Sängerinnen und Sänger für den Chor zu gewinnen. Insgesamt konnte die Zahl der Aktiven in den neunziger Jahren konstant gehalten werden.

Der seit 1930 eingeführte eher traditionelle „Familienabend“ wurde nach und nach zu einer kommerziellen Fastnachtsveranstaltung ausgebaut. Seit dem Jahr 2005 verfügt der Kirchenchor wieder über einen närrischen Elferrat. Mit dem Erlös der Veranstaltung werden u.a. die Kosten für die bei festlichen Gottesdienstauftritten des Chores eingebundenen verschiedenen Instumentalensembles bestritten.

2006 feierte der Chor mit einem großen Festakt sein 275 jähriges Bestehen. Höhepunkt der Feierlichkeiten war ein Open-Air Konzert auf dem Dorfplatz und einem Jubiläumsgottesdienst mit Weihbischof Gerhard Pieschl, musikalisch gestaltet mit der Spatzenmesse von W.A. Mozart.

Unter dem Dirigat von Thomas Dasbach erfolgte 2003 die Gründung eines Projektchores, als „weltliches“ Pendant parallel zum Hauptchor. Die musikalische Ausrichtung des Chores mit dem Namen „Der Chor für alle Fälle“ lag auf moderner weltlicher Chorliteratur und Popmusik. Seinen ersten Auftritt hatte der Chor 2004 beim 25-jährigen Jubiläum des Gymnastikvereins Salz.
Bei den über 40 Sängerinnen und Sängern aus 7 benachbarten Ortschaften, handelte es sich im Wesentlichen um aktive Kirchenchormitglieder. Dies führte in der Folge zu häufigen „Doppelbelastungen“ der Sängerinnen und Sänger und erschwerte die Probenarbeit der beiden Chöre.

Die aktiven Mitglieder der Chöre entschieden sich daraufhin im Sommer 2013 beide Chöre wieder unter dem Hauptchor zu vereinen, mit der Option, die bislang auf  Kirchenauftritte und kirchliche Musik ausgerichtete Gesangstätigkeit des Hauptchores einzuschränken und parallel auch weltliche Auftritte mit entsprechendem Liedgut wahrzunehmen. Inwieweit die angestrebte Kombination gelingt, bleibt abzuwarten.

 

Hier eine Auflistung der Vorsitzenden und Chorleiter des Kirchenchores. In der Schulchronik von Salz und in choreigenen Unterlagen sind die frühreren Auftritte des Chores hinterlegt.